Verkauf: Mattel

Profit: (5,2%) CAGR: (44,76%)

Vor Börsenstart am heutigen Montag wurde von Mattel folgende Nachricht bekanntgegeben:

Mattel Replaces CEO After Slump Extends to Five Quarters. In a preliminary report of results, the company said earnings last quarter amounted to 52 cents, excluding some items. Analysts had projected 91 cents on average, according to data compiled by Bloomberg. Sales fell 6 percent to $1.99 billion in the period.

Offensichtlich ist die Entwicklung der Umsätze und Gewinne deutlich schlechter als meine zuvor aufgestellte Schätzung.Sogar Analystenschätzungen, die signifikant niedriger waren als meine eigenen, wurden weit unterboten. Als Konsequenz kündigte der CEO seinen sofortigen Rücktritt an.

Dass all dies eintreten konnte, trotz höherer Ausgaben für Advertising und Promotion und dem traditionell starken Weihnachtsquartal, zeugt wohl von einer weit tiefgreifenderen schwäche des Geschäftsmodells, als nur fehlgeleitete Marketing Ausgaben.

Da meine These auf einem stärkeren, als von Analysten erwarteten, Q4 und Gesamtjahr 2014 beruhte, sehe Ich mich gezwungen das Investment zu beenden. Als Glück im Unglück könnte man wohl beschreiben, dass Ich die gesamte Mattel Position zu EUR 24,50 pro Aktie verkaufen konnte. Mein Einkaufspreis lag bei EUR 25,84 pro Aktie, womit  das Investment in einem zu verschmerzenden Verlust von 5% endete.

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3 thoughts on “Verkauf: Mattel

  1. Hey, schöner Blog, gerade erst entdeckt 🙂 Im Zweifel ist es immer gut, sich Fehler einzugestehen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen – und wenn du wenig Verluste gemacht hast umso besser, Prinzipiell würde ich mich hier fragen, wie stark die Markenbindung sein kann, wenn die Nutzerschaft (also kleine Kinder) sich ständig erneuert. Die Eltern kennen zwar die Marke noch aus der Kindheit, aber bei Kindern sollte es eigentlich kaum Markenbindung geben, was ja der eigentliche Wettbewerbsvorteil wäre. In der aktuellen Situation mit Verlusten und unklarer Zukunft würde ich wohl auch lieber warten…

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    1. Hello, Vielen Dank fürs Vorbeischauen!

      Es ist ja nicht der Fall, dass sich Barbie & Co überhaupt nicht mehr verkaufen. Im ersten Quartal wurde sogar wieder ein Umsatzplus YoY erzielt. Ich denke Mattel hat es verpasst Barbie im Digitalen Zeitalter richtig zu vermarkten, im Kino oder mit Handy/Tablet Spielen etc. Die Chancen sollten aber vorhanden sein, dass sich alles zum Guten wendet, falls weitere Fehler vermieden werden.

      Was mich jedoch hauptsächlich zum Verkauf bewogen hat war meine Entscheidung Mattel aufgrund zu pessimistischer Analystenschätzungen für das Weihnachtsquartal zu kaufen. Als es dann doch anders kam als gedacht war der Trade im Eimer. Und auf eine langfristige Erholung zu hoffen war/ist mir auch aufgrund deiner Bedenken zu unsicher gewesen.

      Grüße

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      1. Ja, wahrscheinlich ist eine Stärke von langfristigen Value-Investments, dass man eben solche Trades bei denen man kurzfristig überlegen zu sein glaubt nicht macht, sondern auf die langfristige Perspektive setzt. Ich habe zumindest bisher auch keinen Erfolg damit gehabt, auf kurzfristige Gewinnverbesserungen zu setzen. Was das Umsatzwachstum im ersten Quartal angeht, würde mich stören dass es nicht zu höheren Gewinnen geführt hat. Ich hab mir die Zahlen nicht genau angeschaut, aber entweder wurde mehr in Werbung investiert, oder Rabattaktionen gemacht. Vor allem letzteres würde eine nicht nachhaltige Strategie widerspiegeln, von der ich mich insofern fernhalten würde. (aber du bist ja eh raus)

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